Das One M9 - Spitzen-Smartphone im Edellook

Mit seiner „One“-Serie lieferte HTC ohne Frage eine sehr anspruchsvolle und vor allem sehr attraktive Smartphone-Serie, die es nicht nur allen Technik-Liebhabern, sondern auch vielen Design verliebten Handy-Nutzern angetan hat. Nun soll ebendiese Oberklasse Nachwuchs erhalten – das berichtet zumindest der indische Nachrichtendienst „International Business Times“. Was das kommende Einser-Modell auf dem Kasten beziehungsweise auf der Scheibe haben soll, wo eventuelle Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger stattgefunden haben könnten, und wann es das gute Stück zu kaufen geben soll, erfahren Sie hier:

Design: Alurahmen als Must-Have

Einen der größten Pluspunkte beim One M8 heimste sich HTC für die hochwertige Metallverkleidung ein. Und so wird es mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit auch diesmal zum Einsatz eines solchen Edel-Chassis kommen – alles andere wäre ein deutlicher Rückschritt. Schwarz und Silber werden dabei als die Standardfarben erwartet, doch in Anbetracht der zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten und Designpluralitäten von Motorola & Co. erscheint es auch äußerst wahrscheinlich, dass peppigere Formen, etwa in Neongrün, zur Auswahl bereitstehen könnten. Im Gegensatz zum Vorgänger soll das M9 nun übrigens nur noch schlappe 7,1 Millimeter in der Tiefe messen und könnte in dieser Hinsicht sogar dem iPhone 6 Konkurrenz machen. Wünschenswert wäre diese Entwicklung auf alle Fälle, denn das beinahe 1 Zentimeter dicke aktuelle Modell liegt vielen Interessenten immer noch zu wuchtig in der Hand.

Hardware mit Generalüberholung

Der Fortschritt vom M8 zum M9 soll sich insbesondere am Bildschirm und am Prozessor erkennen lassen. Letzterer wird vermutlich in Form eines Snapdragon-805-Satzes daherkommen und mit zusätzlichen 3 GB Arbeitsspeicher ausgestattet sein. Speichertechnisch gesehen wird zudem ein mindestens 64 GB großer Flashspeicher zum Einsatz kommen, wobei auch die Erweiterungsoption via Micro-SD-Karten-Nachschub gegeben sein soll. Die Anzeige des M9 wird höchstwahrscheinlich 5,2 Zoll messen, also gut einen halben Zentimeter breiter als beim One M8 ausfallen. Auch die eigentliche Displaytechnologie soll ausgewechselt werden: Mit einem „2K-Bildschirm“ könnte das HTC One M9 sogar derzeitige Top-Smartphones wie das Samsung Galaxy S5 oder das Note 4 von dem Thron besonders knackiger Handybildschirme stoßen, denn neben einer hohen Pixeldichte von 641 ppi soll noch eine Speziallegierung für eine besonders hohe Lesefreundlichkeit sorgen.

Wünschenswerte Verbesserungsansätze

Fernab der bereits erwähnten – und als nahezu bestätigt geltenden – Spekulationen brodelt die Smartphone-Gerüchteküche um das One M9 insbesondere im Bereich Kamera und Akku. Beide Elemente machen bei dem derzeitigen One M8 nämlich eine eher suboptimale Figur. So kann die „Ultra-Pixel“-Kamera zwar mit einer kurzen Auslösedauer und einer speicherfreundlichen Bildverarbeitung dienen, doch der versprochene Schärfegewinn bleibt bei vielen Aufnahmen häufig aus. Hier könnte HTC mit einer „klassischen“ Kamera wieder Boden gewinnen. Nokia beispielsweise macht es immer wieder mit hochwertigen Linsen aus dem Hause Carl Zeiss goldrichtig und verwandelt so manches Lumia-Modell, zum Beispiel das Lumia 930, in eine regelrechte Fotostation. Ebenfalls verbesserungswürdig: der Akku. Mit einer Kapazität von 2.600 mAh haben die Kraftzellen des aktuellen Einser-Modells zwar eine recht gute Leistung zu bieten, doch angesichts der bereits jetzt eher mittelmäßigen Betriebslaufzeiten, dürfte sich auch ein neuer Akku mehr als lohnen. Schließlich werden Bildschirm und Prozessor noch einmal eine gute Portion an zusätzliche Energie benötigen. Dicke Pluspunkte könnte sich HTC selbstverständlich noch durch den Einsatz der sogenannten Wireless-Charging-Technik, also durch die Möglichkeit, den Akku auch kabellos aufladen zu können, sichern. Als ebenso vorteilhaft dürfte sich zudem ein wasser- und staubdichtes Außenleben erweisen. In diesem Bereich geben schließlich lediglich Sony mit seinem Z2 beziehungsweise Z3 sowie Samsung mit dem bereits erwähnten Galaxy S5 entsprechende Lösungen her. In Sachen Software ist bisweilen übrigens nur sehr, sehr wenig bekannt. Als gesichert gilt zwar die Verwendung des frischen Android-Systems „Lollipop“, doch mit welchen Zusätzen, angefangen von der hauseigenen Benutzeroberfläche „HTC Sense“ über die löbliche Musik-Software „Boom-Sound“ bis hin zu Cloud-Speicher-Angeboten, HTC diesmal aufwarten will, steht noch in den Sternen.

Fazit

Mit dem One M9 könnte HTC ohne Frage einen sowohl optischen als auch technischen Geniestreich liefern, den Smartphone-Markt jedoch wohl kaum nachhaltig revolutionieren. Aspekte wie der Bildschirm und der High-End-Prozessor machen das Spitzenmodell allerdings durchaus interessant. Wann genau das neue One-Modell in den Handel kommen soll, ist übrigens bisweilen unklar. Gerüchten zufolge soll allerdings die Produktvorstellung auf dem MWC in Barcelona, welcher Anfang März seine Türen öffnet, stattfinden und der eigentliche Verkaufsstart nur wenige Tage später erfolgen.

Eingestellt am: 24.02.2015