Upper-Class-Smartphones zum Low-Budget-Preis?

LG galt eine lange Zeit als ein Verfechter der Mittelklasse-Smartphones. Erst mit der G-Serie konnte sich der Konzern aus dem Fernen Osten auch unter Liebhabern besonders leistungsfähiger Smartphones einen anerkannten Namen machen. Die gute alte Reihe der Optimus-Geräte sowie die besonders einsteigerfreundliche L-Flotte hat LG jedoch nie aufgegeben. Letztere soll nun sogar Nachwuchs erhalten: Das L Bello und das L Fino werden ab Herbst auch hierzulande in den Auslagen der hiesigen Elektromärkte und Mobilfunkpartner zu finden sein. Was de beiden Modelle im Einzelnen zu bieten haben, verrät Ihnen unser Produktratgeber.

Schönheit hat ihren Preis, oder etwa nicht?

Nicht einmal 200 Euro soll das LG L Bello kosten. Seinen Namen erhält das Modell übrigens nicht aufgrund möglicher Sympathien der Designer gegenüber Hunden, sondern aufgrund der Tatsache, dass im Italienischen der Ausdruck „Bello“ schlichtweg „schön“ bedeutet. Und tatsächlich: Schön ist das Smartphone allemal. So lässt die Verarbeitung des Bildschirms beziehungsweise die Naht zwischen Display und Gehäuserand etwas zu wünschen übrig, doch insgesamt macht das Bello einen wirklich guten Eindruck. Insbesondere der stahlgebürstete Alurahmen auf der Hinterseite spricht optisch gesehen ohne Frage für das Bello. Auf der Vorderseite macht sich wiederum ein 5 Zoll großer Bildschirm bemerkbar. Pluspunkte gibt es demnach auch für die Größe der Frontanzeige, bedenkt man den Umstand, dass die anderen Modelle der L-Serie häufig nur 3 Zoll große Displays aufzeigen können. Etwas anders sieht es da schon wieder mit der Qualität des Bildschirms aus: Mit einer Auflösung von 854 x 480 Bildpunkten liegt das Bello weit hinter den Bildwerten der diversen Samsung-Handys (Beispiel Galaxy S5) oder der hauseigenen G-Flotte (siehe LG G 3). Dennoch reagiert der Bildschirm gut auf Eingaben, was wohl auch an dem Quad-Core-Prozessor liegen mag. Der werkelt nämlich mit einer beachtlichen Leistung von 1,3 GHz im Innenleben des Handys, wobei der Arbeitsspeicher mit 1 GB etwas spärlich ausfällt. Ebenfalls nicht allzu umfangreich: 8 GB misst der interne – dafür jedoch immerhin erweiterbare – Speicher. Die Kameras lösen jeweils mit 8 beziehungsweise 1 Megapixel auf. Für Schnappschüsse und Videokonferenzen reichen die Handy-Cams also allemal aus, Anhänger der Selfiebewegung dürften von der Frontcam, sprich von der 1-Megapixel-Kamera, jedoch weniger überzeugt sein. Softwaretechnisch kann das LG L Bello übrigens mit Android 4.4.2 sowie einer neuen (Ent-)Sperrfunktion, auch unter dem Namen „Knockcode“ bekannt, aufwarten, die durch ein individuelles Tippmuster die klassische Passworteingabe ersetzen soll.

Abgespeckt und dennoch gut

Das etwas günstigere, etwas kleinere und etwas schwächere LG L Fino kommt mit einem 4,5 Zoll großen Bildschirm daher, welcher angesichts derselben Pixeldichte (854 x 480) jedoch zumindest rechnerisch seinem großen Brudermodell einen Schritt voraus ist. In der Praxis macht sich jedoch kaum ein Unterschied bemerkbar – sowohl größen- als auch qualitätstechnisch gesehen. Die restlichen Hardware-Elemente liegen ebenfalls allesamt unter denen des LG Bello: Der Prozessor taktet nur mit 4 x 1,2 GHz, der Flashspeicher beträgt nur 4 GB und die Akkulaufzeit fällt in Anbetracht des rund 600 mAh schwächeren Akkus (das LG L Bello kann immerhin noch mit einem 2.540 mAh starken Lithium-Ionen-Akku dienen) auch etwas geringer aus. Die Kamerawerte stimmen mit denen des LG Bello wiederum in jeder Hinsicht überein und auch das Softwarepaket gleicht dem des „Schönlings“ wie ein Ei dem anderen. Einzig und allein die Dicke fällt mit einer Tiefe von beinahe 1,2 Zentimetern deutlich aus dem Rahmen. Das iPhone 6 beispielsweise misst hier gerade einmal die Hälfte!

Fazit

Sie befinden sich auf der Suche nach einem günstigen und dennoch sehr modernen Einsteigermodell? Dann sind Sie mit dem LG L Bello und dessen kleinerem Kollegen durchaus gut beraten, wenngleich deren Ausstattung nicht mit denen der aktuellen Super-Smartphones Schritt halten können. Doch bevor Sie sich für den Neukauf der ohne Frage attraktiven Schnäppchen entscheiden, sollten Sie unbedingt die Anschaffung via Handy-Vertrag in Erwägung ziehen. Denn insbesondere für Vieltelefonierer und Dauersurfer kann ein Vertrag zahlreiche – nicht nur preisliche – Vorteile mit sich bringen. Welche Vorteile, angefangen von garantierten Mindestgeschwindigkeiten über optionale Highspeed-Volumen bis hin zu Zweit-Handys, Sie ganz genau beim Abschluss eines Vertrags genießen dürfen, und welcher Vertrag für Sie überhaupt der Richtige wäre, offenbart Ihnen unser kostenloser Tarifrechner.

Eingestellt am: 20.11.2014